Diagnose Acne Inversa - was nun?

Beim Auftreten des ersten Acne Inversa Abszesses werden nur sehr wenige Betroffene sofort an eine chronische Hautkrankheit denken. Die meisten Betroffenen suchen erst ärztliche Hilfe, wenn sie schon mehrere Abszesse hatten. Oft ist es dann zunächst der Hausarzt oder Allgemeinmediziner, der den Abszess chirurgisch öffnet und entleert. Dies führt meist nur kurzfristig zu einer Erleichterung und der nächste Abszess folgt bald. Viele Betroffene leiden so über Jahre und es ist nicht ungewöhnlich, dass die Diagnose Acne Inversa erst nach mehreren Jahren und wiederkehrenden Krankheitsausbrüchen erfolgt. Vielen Ärzten sind die Symptome, die mit der Hauterkrankung Acne Inversa (AI) verbunden sind, nicht bekannt. AI kann auch als „versteckte Krankheit“ bezeichnet werden.

In der Zeit vor der Diagnose machen viele Betroffene die Erfahrung, dass sie von ihrer Umgebung nicht ernst genommen werden. Es ist schwierig an sozialen Anlässen teilzunehmen, weil sie fürchten, dass sich ein Abszess spontan öffnet und dies von den anderen gesehen oder gerochen wird. Es kann peinlich und beschämend sein, mit anderen Menschen über die Abszesse offen zu sprechen aus Angst, dass sich andere ekeln könnten. Viele Betroffene sind sexuell befangen, weil Abszesse oft in der Leiste, unter den Brüsten, dem Gesäss, um die Genitalien oder um den Anus sitzen. Auch die Schmerzen schränken bei körperlichen Aktivitäten und Sport ein. Oft ziehen sich die Betroffenen völlig von ihrem Umfeld zurück. Teilweise wird Betroffenen sogar von Ärzten vorgeworfen, dass sie unhygienisch sind und dies die Abszesse verursacht. Sicher ist, dass Acne Inversa keine Folge schlechter Hygiene ist.

Es kann eine grosse Erleichterung sein endlich eine Diagnose zu erhalten. Die Symptome haben endlich einen Namen - Acne Inversa- und die Betroffenen realisieren, dass sie nicht allein mit dieser Hauterkrankung sind. Jetzt liegt es an jedem Betroffenen selbst, wie er mit dieser chronischen Erkrankung umgeht und lebt. Jeder steht vor der Herausforderung die Erkrankung als Teil seines Lebens anzuerkennen und muss versuchen damit umzugehen.

Viele Betroffene machen positive Erfahrungen, wenn Sie ihrer Umgebung, der Familie, Freunden oder Kollegen von der Erkrankung erzählen. Meist stossen Sie auf Verständnis, ein offener Umgang mit der Erkrankung führt zu Akzeptanz und Sympathie von den Anderen. Man muss keine Ausreden mehr finden und kann sein „schweres Gepäck“ teilen. Die Entscheidung, wie offen man mit der Erkrankung umgeht, bleibt jedem aber selbst überlassen.

Falls Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen möchten finden Sie hier Anlaufstellen.

 

 

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